Storm Linse: Wenn die Physik der Universität Mailand in einer Mountainbike-Linse landet
Einführung
Out Of entstand in einem Schlafzimmer. Drei Brüder, ein Physikstudium und eine Überzeugung: Alles lässt sich immer noch verbessern.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich dieses Schlafzimmer zu Labors, die mit wissenschaftlichen Instrumenten – Spektralphotometern, Luxmetern, Wellengeneratoren – ausgestattet waren, und Kooperationen mit Universitäten und Unternehmen wie Zeiss wurden zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Entwicklungsprozesses.
Die Storm-Brille ist eines der Produkte, die aus diesem Ansatz hervorgegangen sind, und sie zeigt deutlich, wie wissenschaftliche Forschung und Produktentwicklung zusammenwirken können, um etwas zu schaffen, das auf dem Trail wirklich nützlich ist.
Wenn Sie wissen möchten, wie sich diese Gläser im Vergleich zu photochromen Gläsern verhalten, haben wir dieses Thema bereits in diesem Artikel behandelt: Storm-Glas und photochromes Glas: zwei unterschiedliche Technologien für zwei unterschiedliche Probleme.
Kurz zusammengefasst: Was ist die Storm-Linse?
Die Storm-Gläser wurden von Out Of in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Physik der Universität Mailand entwickelt und werden von Zeiss hergestellt. Je nach Modell weisen sie eine Lichtdurchlässigkeit (VLT) zwischen 46,10% und 49,49% auf.
Es wurde speziell entwickelt, um den wahrgenommenen Kontrast bei flachem, diffusem Licht zu verbessern, wie es beispielsweise häufig in Wäldern oder an bewölkten Mountainbike-Tagen der Fall ist.
Das ursprüngliche Problem
Wie so oft in der Technik entstand Storm aus einem praktischen Problem heraus.
Bisherige Mountainbike-Brillengläser zeigten bei hellem Licht eine gute Leistung, verloren jedoch bei flachem, diffusem Licht – wie beispielsweise auf Waldwegen im Winter oder an bewölkten Tagen – an Wirksamkeit.
Das Problem war nicht die Lichtmenge, sondern die Qualität der visuellen Informationen, die den Fahrer erreichten. Der wahrgenommene Kontrast nahm ab, das Gelände wirkte flacher, und wichtige Details gingen verloren. Keine der auf dem Markt erhältlichen Brillenlinsen war speziell für dieses spezielle Szenario konzipiert worden.
Der wissenschaftliche Ansatz: Zusammenarbeit mit der Universität Mailand
Um ein Objektiv zu entwickeln, das dieses Problem lösen kann, ging Out Of eine Partnerschaft mit Professoren der Fakultät für Physik der Universität Mailand ein – Experten für Optik und visuelle Wahrnehmung.
Ziel war es, die optimale spektrale Transmissionskurve zu ermitteln, um die Kontrastwahrnehmung bei diffusem Licht zu maximieren.
Es ging nicht darum, einen Farbton auszuwählen, der einfach “richtig aussah”. Es waren Messungen, Modellierungen und Optimierungen erforderlich.
Welche Wellenlängen tragen zur visuellen Abflachung bei? Welche helfen dem Gehirn dabei, Tiefe und Relief zu rekonstruieren? Wie sieht das ideale Gleichgewicht zwischen Gesamtlichtdurchlässigkeit und spektraler Selektivität aus?
Um diese Fragen zu beantworten, waren mathematische Modelle der menschlichen visuellen Wahrnehmung, spektralphotometrische Messungen sowie Versuche mit echten Probanden unter kontrollierten Lichtbedingungen erforderlich.

Zeiss und der Fertigungsprozess
Nachdem die optimale Transmissionskurve theoretisch definiert worden war, bestand der nächste Schritt darin, sie in ein physikalisches Produkt mit den erforderlichen optischen Eigenschaften umzusetzen.
Diese Phase wurde gemeinsam mit Zeiss, einem der weltweit führenden Hersteller optischer Produkte, entwickelt.
Die Herstellung einer Linse mit einer präzisen spektralen Durchlässigkeitskurve ist alles andere als einfach. Sie erfordert eine sorgfältige Steuerung der Substratmaterialien, Oberflächenbehandlungen und Filterelemente, die alle so kalibriert werden müssen, dass sie genau die bei der Entwicklung festgelegte spektrale Empfindlichkeit erreichen – und nicht nur eine Annäherung daran.
Die optische Qualität von Zeiss gewährleistet zudem, dass das Storm-Objektiv weder bei der Schärfe, der Farbtreue noch bei der allgemeinen Bildqualität Abstriche macht, um den Kontrast zu verbessern. Diese Aspekte müssen miteinander in Einklang stehen.
Storm Lens: Technische Daten
Die Storm-Scheibe weist je nach dem Modell, in dem sie verbaut ist, einen Lichtdurchlässigkeitsgrad (VLT) zwischen 46,101 % und 49,491 % auf.
Damit gehört es eindeutig zur Kategorie der Gläser für mittlere bis schwache Lichtverhältnisse, die bei dunkleren Bedingungen eine ausreichende Lichtdurchlässigkeit gewährleisten und gleichzeitig den kontrastverstärkenden Effekt beibehalten, für den es speziell entwickelt wurde.
Das Ergebnis in der Praxis
Auf den ersten Blick mag die Storm-Scheibe einfach nur eine markante Tönung zu haben scheinen.
Diese Tönung dient jedoch nicht der Dekoration, sondern hat einen praktischen Zweck.
Es ist der sichtbare Ausdruck seiner optimierten Transmissionskurve: ein sorgfältig abgestimmter Spektralabgang, der flaches, diffuses Licht in reichhaltigere visuelle Informationen umwandelt.
Im Gelände bedeutet dies eine deutlich verbesserte Wahrnehmung des Geländes bei schlechten Lichtverhältnissen. Wurzeln, Felsen, Löcher und subtile Veränderungen im Boden, die durch ein Standardobjektiv fast unsichtbar wären, lassen sich leichter erkennen.
Die Geländewahrnehmung verbessert sich, und die Reaktionszeiten verkürzen sich.
Die Wissenschaft liebt Leistung
Das Motto von Out Of lautet: “Science Loves Performance.”
Die Storm-Linse ist eines der anschaulichsten Beispiele dafür, was das in der Praxis bedeutet: keine Technologie, die ausschließlich entwickelt wurde, um eine Marketinggeschichte zu erzählen, sondern eine technische Lösung für ein echtes Problem, die mit den richtigen Mitteln – Physik, akademischer Zusammenarbeit und hochwertiger Fertigung – umgesetzt wurde.
Nicht alle Objektive sind gleich.
Und nicht alle Unterschiede sind auf den ersten Blick erkennbar – manche spürt man erst, wenn man auf den richtigen Strecken und unter den richtigen Bedingungen unterwegs ist.
Schlussfolgerung
Die Storm-Linse ist das Ergebnis eines Prozesses, der in der Physik seinen Ursprung hat und über angewandte Forschung zum Endprodukt führt.
Es wurde für Radfahrer entwickelt, die wissen, dass in bestimmten Situationen der Unterschied zwischen “gut sehen” und “das Wesentliche sehen” keine Frage der persönlichen Vorliebe ist, sondern der Optiktechnik.
Probieren Sie die Storm-Linse aus
Die Storm-Brille ist für das Modell Rams erhältlich und verfügt über einen mit Carbonfasern verstärkten Grilamid-Rahmen sowie Zeiss-Gläser.
Wählen Sie unter den verfügbaren Produktoptionen die Storm-Linse aus.
Entdecken Sie das Storm-Objektiv am Rams.